
Liebe Eichenauerinnen,
liebe Eichenauer,
wenige Tage nach der Landratsstichwahl hat die Kommunalaufsicht den Haushalt der Gemeinde Eichenau für das Jahr 2026 genehmigt. Wir sind seither in vollem Umfang handlungsfähig und können auch Rechnungen aus den zahlreichen Projekten, die wir in diesem Jahr bereits begonnen haben, vollumfänglich begleichen. Sie können bereits jetzt den dritten Volleyballplatz an der Budrio Allee sehen, gleich daneben ist die Baustelle an der Dreifachsporthalle in vollem Gange. Auch der Tennisclub war nicht untätig, das Clubheim direkt gegenüber ist bereits teilweise in Betrieb. In Kürze wird der TCE auch einen Antrag stellen, Padelplätze zu errichten. Den bisher dort angesiedelten Bolzplatz werden wir als Gemeinde verlegen, derzeit prüfen wir denkbare Standorte.
Auch in diesem Jahr haben wir mit über zwölf Mio. Euro ein umfangreiches Investitionsprogramm geplant, das – wie bereits im vergangenen Jahr – technisch nur 60 Prozent der rechnerischen Kosten enthält. Hintergrund ist, dass wir davon ausgehen, aus personellen und kapazitiven Gründen vor allem Dritter nicht alle Projekte realisieren zu können. Im vergangenen Jahr hat dieser Ansatz eine deutliche Annäherung zwischen Haushaltsansatz und Ergebnis zur Folge gehabt. Dennoch kann die hohe Investitionstätigkeit der Gemeinde nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir an einem strukturellen Finanzierungsdefizit leiden. Im vergangenen Jahr ist das Defizit aller Kommunen in Deutschland auf 26,9 Milliarden Euro gestiegen, nach 24,7 Milliarden Euro im Jahr 2024. Auch in Eichenau besteht trotz der Maßnahmen weiterhin ein erheblicher Sanierungsstau, den wir unter der gegenwärtigen Finanzierungssituation nur sehr schwer aus eigener Kraft werden stemmen können. Auch ohne diese Entscheidung, die auf Bundesebene fallen muss, werden wir in den kommenden Jahren Finanzierungskonzepte im neuen Gemeinderat durchdenken. Dies ist eine der vorrangigsten Aufgaben, der wir uns stellen müssen und werden.
In diesem Jahr zumindest werden wir die Aufgaben nicht zuletzt dank der erheblichen Unterstützung durch den Freistaat mit einer nur sehr kleinen Anhebung der Kreisumlage gut bewältigen können.
Mit den besten Grüßen für einen sonnigen Lenz.
Ihr
Peter Münster
Erster Bürgermeister
