Liebe Eichenauerinnen,
liebe Eichenauer,
zunächst möchte ich mich an dieser Stelle nochmals für die überwältigende Wahlbeteiligung bei Ihnen allen bedanken. Mit 94,9 prozentiger Wahlbeteiligung sind wir bayernweit an der Spitze, bundesweit haben wir dieses Ziel nur knapp verfehlt. Dies zeigt Ihr Interesse am Funktionieren unseres Gemeinwesens und auch, wie Sie sich dies in Zukunft persönlich vorstellen.
Gemeinsam wird uns in den kommenden Jahren die Erweiterung und Instandhaltung unserer Infrastruktur beschäftigen. Bereits vor fast 20 Jahren begann der Gemeinderat in Eichenau mit der energetischen Sanierung des Bau I der Josef-Dering-Schule, mit der Sanierung und Ertüchtigung der Dreifachturn- und sporthalle an der Budrio Allee setzen wir dies fort.
Neben der dringend erforderlichen Erneuerung des Hallenbodens, der Neugestaltung der Verschattung, der dauerhaften Ermöglichung des Zugangs von Publikum zu Ligaspielen und der Schaffung des seit mehr als einem Jahrzehnt obligatorischen Zugangs für Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen ist auch die Neugestaltung der Strom- und Wärmeversorgung der Halle die Erfüllung der Dekartonisierungsaufgabe, die bis vor Kurzem in Bayern schon bis zum Jahr 2040, in jedem Falle aber 2045 zu efüllen ist.
Zur Folge hat dies, dass wir für die Schaffung dauerhafter Nutzbarkeit unserer gemeindlichen Halle, die wir Vereinen kostenlos zur Verfügung stellen, Umbauzeitraum von etwa 18 Monaten benötigen. Wir sind intensiv auf der Suche nach Ersatztrainingsräumen für diesen Zeitraum und guter Dinge, dass es uns gelingen wird, einen wesentlichen Anteil abzudecken. Allerdings ist auch diese Maßnahme angesichts der in den letzten Jahren erheblich gestiegenen Baukosten, insbesondere aber der inzwischen erforderlichen kostenintensiven Haustechnik ein finanzieller Kraftakt für die Gemeinde. Von den derzeit berechneten Baukosten in Höhe von 8,8 Mio Euro werden wir lediglich ca. 2,2 Mio Euro an Zuschüssen erhalten. Dennoch waren die Alternativen Rückbau der Halle oder Unsicherheit bei der Frage der Nutzbarkeit keine attraktiven Lösungen.
Die sichere Möglichkeit, die Halle dauerhaft in der bisherigen Form weiter betreiben zu können, gab es nur in der nun verfolgten Variante entweder einschließlich oder ohne energetische Ertüchtigung. Mit letzterer fließen die Zuschüsse, sodass sich am Ende eine breite Mehrheit für diese Variante fand. Derzeit befinden wir uns in der Detailplanung und werden diese in den kommenden Wochen abschließen. Mit der Erteilung der Baugenehmigung werden wir die Gewerke ausschreiben und ab Anfang kommenden Jahres die baulichen Maßnahmen durchführen. In den kommenden Jahren stehen noch die Schulturnhalle an der Josef-Dering-Grundschule, das Haus 37, die Friesenhalle und der Bau III der Josef-Dering-Schule für eine zukunftsweisende Überarbeitung an. Vor allem für die ersten drei werden wir im Gemeinderat noch in diesem Jahr in der Frage des Bestands oder eines Ersatzes richtungsweisende Entscheidungen suchen.
Aber auch bei privaten Infrastruktureinrichtungen stellen wir erheblichen Instandhaltungsbedarf fest. Derzeit führt der Amperverband zahlreiche Informationsveranstaltungen durch, um betroffenen privaten Kanalanschlusseigentümern die Erfordernisse einer Dichtigkeitsprüfung vor Augen zu führen. Die Mängel an diesen zeigten sich durch das hochstehende Grundwasser im vergangenen Jahr, als in das Kanalnetz eindringendes Grundwasser die Wasserkanäle flutete und daher wochenlang das Kanalnetz in einigen Bereichen der Gemeinde nicht wie üblich nutzbar war. Sollten Sie betroffen sein, so wird der Amperverband Sie zu einer diesbezüglichen Veranstaltung einladen, teilweise ist dies bereits erfolgt.
Mit den besten Grüßen für einen hoffentlich sonnigen April
Ihr
Peter Münster
Erster Bürgermeister