Sehenswürdigkeiten

Taschner-Skulptur "Schildkröte mit Kind"

Taschner-Skulptur Schildkröte mit KindIm April 2015 hat die  Skulptur „Schildkröte mit Kind“ von Ignatius Taschner endgültig ihr Zuhause in der Gemeinde Eichenau auf dem Vorplatz des Evang. Pflegezentrums in der Bahnhofstr. 117 gefunden. Mit einer Spendenaktion war der finanzielle Grundstein für das Kulturprojekt gelegt worden. Alle Kultur- und Skulptur-Freunde können sich über ein weiteres Exemplar des Bildhauers, Illustrators und Grafikers Ignatius Taschner (1871 bis 1913) freuen. Die verspielte Bronze-Skulptur findet sich neben Eichenau auch in Berlin und Bad Kissingen, dort aber als Brunnenfiguren. mehr

Kapelle St. Georg, Gut Roggenstein

Aussenansicht der Kapelle RoggensteinIn Verlängerung der Straße zur Leite führt ein abgetreppter Fußweg zur Kapelle hinauf, die sich auf dem Höhenrücken der eiszeitlichen Endmoräne befindet. Die Kapelle gehört ursprünglich zu der mittelalterlichen Burg „Ruckenstein“, von der jedoch heute keine Baureste mehr vorhanden sind. Von außen ist das Gebäude äußerst schlicht, der Eingang unscheinbar.

Ostwand St-Georg

Im Inneren jedoch befinden sich spätgotische Wandmalereien, die vermutl. aus der erste Hälfte des 15. Jh. stammen und die Passion Christi darstellen, außerdem eine mit farbigem Rankenwerk verzierte Fichtenholzdecke. Die Kapelle ist von Mai bis Oktober an jedem ersten Sonntag des Monats von 15.00 Uhr bis 17.00 Uhr geöffnet.

Hoflacher Kapelle

Die Hoflacher Kapelle ist eine Erinnerung an die „Schlacht bei Hoflach" im Jahre 1422. In dieser Schlacht wurden Erbstreitigkeiten zwischen den Wittelsbacher Herzögen Ernst von Bayern-München und Ludwig dem Bärtigen von Bayern-Ingolstadt ausgetragen. Das Heer von Herzog Ernst von Bayern-München gewann, worauf dieser aus Dankbarkeit die Kapelle bauen und mit einem 7 m langen Fresko ausschmücken ließ. Die Kapelle kann von Mai bis September, an jedem ersten Samstag des Monats von 15.00 bis 17.30 Uhr besichtigt werden.

Tümpelbiotop am Schwarzen Graben

Das Feuchtbiotop wurde 1987/88 von der Ortsgruppe Eichenau und Alling des Bund-Naturschutz angelegt. Das Biotop ist Lebensraum zahlreicher Amphibien (wie Laubfrosch, und Kammmolch) sowie vieler Insektenarten. Für die Speisung der Tümpel wird Wasser aus einem Zuflussgraben des Schwarzen Graben abgezweigt. Die Gemeinde Eichenau hat angrenzend an das Tümpel-Biotop zusätzliche Flächen erworben, um den ökologisch wertvollen Bereich großflächig zu sichern und weiterzuentwickeln.

Das Pfefferminzmuseum

Grossansicht in neuem Fenster: Das Pfefferminzmuseum in EichenauEine besondere Rarität befindet sich in Eichenau in der Schule an der Parkstraße: Das wohl einzige Pfefferminzmuseum der Welt. Aus einer Privatinitiative heraus entstanden wurde es 1986 eröffnet. Hier informiert der als gemeinnützig anerkannte Förderverein Pfefferminzmuseum Eichenau e.V. mit Dokumenten, Text- und Bildtafeln sowie Werkzeugen, Geräten und Maschinen über Anbau, Ernte und Trocknung der Mitcham-Minze (Mentha piperita) und die frühere Bedeutung dieser wichtigen Heilpflanze in und für Eichenau. Von 1918 bis 1980 wurde die Pfefferminze in der Starzelbach-Gemeinde in Plantagen angebaut. Ein Dutzend Vollerwerbsbetriebe und zahlreiche Nebenerwerbs-Anbauer widmeten sich dem „Bauchwehkraut“ und beschäftigten Hunderte von Saison-Arbeitskräften. Sie entwickelten auch neue Anbau-, Ernte- und Trocknungsmethoden. Die Eichenauer Minze war absolute Spitzenqualität, eine pharmazeutische Minze mit einem besonders hohen Gehalt an ätherischen Ölen.

Grossansicht in neuem Fenster: Das Pfefferminzmuseum in EichenauHeute wird die Pfefferminze vom Förderverein nur noch für das Pfefferminzmuseum angebaut und dort den Besuchern in getrockneter Form, aber auch als frisch aufgebrühter Tee angeboten. Der Eintritt in dieses außergewöhnliche Museum, das ehrenamtlich geführt wird und in dem ehemalige Teebauern den Besuchern Rede und Antwort stehen, ist frei. Spenden nehmen die Betreuer des Museums natürlich gerne entgegen. Im Nebenraum des Museums zeigt der Förderverein regelmäßig Ausstellungen zur Geschichte Eichenaus.

 

Ein Multimedia-System informiert die Besucher rund um den Pfefferminzanbau mit Film- und Tonbeiträgen, über die Ortsgeschichte und über Sonderausstellungen. Mit einem „Rad der Zeit“ können sich die Besucher durch die Ortschronik bewegen. Der Zugriff auf viele Fotos, Filme, Zeitungsausschnitte und Tondokumente ist möglich.

Das Pfefferminzmuseum ist jeden Sonntag von 14 bis 16 Uhr geöffnet. Für Gruppen ab zehn Personen werden nach vorheriger Terminvereinbarung Sonderführungen durchgeführt.

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